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Ziel des Bildungsganges

Die Fachschule für Sozialpädagogik führt zum Berufsabschluss „Staatlich anerkannte(r) Erzieher(in)”. In Vollzeitform wird durch theoretische und praktische Unterweisung auf die spätere Erzieher(innen)tätigkeit vorbereitet. Die Ausbildung qualifiziert zur Gruppenleitung in sozialpädagogischen Einrichtungen wie zum Beispiel Kindergarten, Hort, Krippe, Jugendzentrum, Heim und Internat. Mit Berufserfahrung ist eine Leitungstätigkeit möglich.

Ausbildung

Die dreijährige Fachschulausbildung ist in einen zweijährigen überwiegend fachtheoretischen (Vollzeitunterricht/Blockpraktika) und einen einjährigen überwiegend fachpraktischen (Berufspraktikum) Ausbildungsabschnitt gegliedert.

Der wöchentliche Unterricht in den ersten beiden Ausbildungsjahren beträgt etwa 35 Stunden.

In diesem Zeitraum sind Praktika von insgesamt 16 Wochen in sozialpädagogischen Einrichtungen abzuleisten.

Das einjährige Berufspraktikum wird von der Fachschule aus geleitet und überwacht; es ist in Tageseinrichtungen für Kinder oder Kinderheimen abzuleisten.

 

Stundentafel

 

 

Unterrichtsstunden

Fachrichtungsübergreifender Lernbereich

400 – 600

Deutsch/Kommunikation

120 – 200

Fremdsprache

80 – 160

Politik/Gesellschaftslehre

80 – 120

Naturwissenschaften

120 - 200 2

Fachrichtungsbezogener Lernbereich

1800 – 2000

Sozialpädagogische Theorie und Praxis

680 – 720

 

 

Bildungsbereiche in der Kinder- und Jugendarbeit

880 – 920

  • musisch-kreative Gestaltung/Spiel
  • Sprache(n)/Medien
  • Natur/kulturelle Umwelt(en)
  • Gesundheit/Bewegung

 

Evangelische Religionslehre/Religionspädagogik

160 oder

Katholische Religionslehre/Religionspädagogik

160

Projektarbeit

160 - 320

Praxis in Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit

 

Differenzierungsbereich

0 – 200

Insgesamt

mindestens 24008

 

 

Begleitender Unterricht im Berufspraktikum

160 – 200

 

 

Prüfung und Berufsbezeichnung

Die theoretische Prüfung nach zwei Schuljahren besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil. Nach erfolgreicher Ableistung des einjährigen Berufspraktikums und abschließender Prüfung in Form eines Kolloquiums erwirbt die Schülerin/der Schüler die Berechtigung,

die Berufsbezeichnung

  • Staatlich anerkannte Erzieherin
  • Staatlich anerkannter Erzieher

zu führen.

Fachhochschulreife

Der Bildungsgang der Fachschule für Sozialpädagogik ermöglicht gemäß der Ausbildungs- und Prüfungsordnung neben dem Berufsabschluss zusätzlich den Erwerb der Fachhochschulreife, die zum Studium an Fachhochschulen im gesamten Bundesgebiet und entsprechenden Studiengängen an Gesamthochschulen qualifiziert.

Sonderausbildung „Bewegungserziehung im Kleinkind- und Vorschulalter“

Auf Initiative des Landessportbundes nehmen die SchülerInnen an der Sonderausbildung „Bewegungserziehung im Kleinkind- und Vorschulalter“ teil. Sie werden damit befähigt, Kinder mit Bewegungs- und Wahrnehmungsauffälligkeiten zu fördern beziehungsweise diesen vorzubeugen.

Die erfolgreiche Ausbildung wird durch ein Zertifikat nachgewiesen.

 Aufnahmevoraussetzungen

 

  • Fachoberschulreife und eine zweijährige Berufsausbildung, z. B.
    • als KinderpflegerIn,
    • SozialhelferIn,
    • HeilerziehungshelferIn
    • oder in einem anderen einschlägigen Beruf.

oder

  • Fachhochschulreife mit erweiterten beruflichen Kenntnissen (Fachoberschule Klasse 11 und 12)

oder

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur) und Praxiserfahrung

Erläuterungen zur Ausbildung

Die Fachschule für Sozialpädagogik Olsberg setzt im Bildungsgang der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung die aktuelle Ausbildungsordnung unter Berücksichtigung moderner Unterrichtsmethoden zeitgemäß um. Projektarbeit findet neben lehrerzentriertem Unterricht, Partner-  und Gruppenarbeit über die gesamte Ausbildungszeit besondere Berücksichtigung. Im Lernbereich „Musisch-kreative Gestaltung/ Spiel und Natur“ bereiten sich Schülerinnen und Schüler auf die praktische Umsetzung in sozialpädagogischen Einrichtungen in besonderer Weise vor. Erkundungen in heute bedeutungsvollen Lebensumwelten für Kinder (z. B. Spielplätze, Wald) helfen, Spielbereiche selbst neu zu entdecken und für die kindliche Entwicklungs- und Ausdrucksfähigkeit wiederzugewinnen. Der fachtheoretische und fachpraktische Unterricht wird begleitet durch Seminare in Bildungseinrichtungen sowie durch Studienfahrten zum Kennenlernen sozialpädagogischer Einrichtungen – zum Teil auch in das europäische Ausland. In Arbeitsgemeinschaften besteht die Möglichkeit zur Vertiefung sozialpädagogischer Ausbildungsinhalte, aber auch zum Umgang mit moderner Technik (Fotografie, Computer) im Hinblick auf die künftige Berufstätigkeit.

Ein besonderer Schwerpunkt an der Fachschule liegt in der Ausbildung für die Heimerziehung.

Die Blockpraktika in den ersten beiden Ausbildungsjahren und das Berufspraktikum in Kindergärten, Heimen und anderen sozialpädagogischen Einrichtungen unterschiedlicher Trägerschaften werden durch die Fachschule intensiv begleitet. Während der gesamten Ausbildung haben die fachliche und die persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler für die berufliche Tätigkeit einen hohen Stellenwert.

Als Grundlage für die Berufsarbeit mit Kindern und Jugendlichen wird deshalb bei ihnen Wert auf Offenheit in der Auseinandersetzung mit religiösen, weltanschaulichen, politischen und multikulturellen Fragen gelegt.

Kosten

Die Ausbildung ist gebührenfrei. Nach den derzeitigen Richtlinien des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen müssen die Schülerinnen und Schüler einen Teil der Kosten für Lernmittel selbst tragen. Für die Dauer der Schulzeit sind zusätzlich Ausgaben für Studienfahrten, Werkmaterialien und Fotokopien einzuplanen.

Förderung

Auf Grund des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAFöG) können Anträge auf Ausbildungsförderung gestellt werden. Darüber hinaus ist Förderung nach den Richtlinien des Arbeitsamtes oder einer Berufsgenossenschaft möglich.

Verkehrsanbindung / Parkmöglichkeiten

Die Fachschule für Sozialpädagogik Olsberg ist an das öffentliche Verkehrsnetz gut angebunden. Gegenüber dem Schulgebäude liegen der Bahnhof der Deutschen Bahn und die Bushaltestellen, die in wenigen Minuten Fußweg vom Berufskolleg erreichbar sind. Im Stundentakt kann die Bahnstrecke Hagen-Kassel in Anspruch genommen werden. Die Busanschlüsse in alle Richtungen weisen zum Teil noch kürzere Zeitabstände auf.

Für Autofahrerinnen und Autofahrer ist die Schule gut erreichbar (B 480); Parkplätze sind in geringer Entfernung vorhanden.

Aufenthaltsmöglichkeiten / Cafeteria 

Schülerinnen und Schüler mit Wartezeiten vor oder nach dem Unterricht können sich im Eingangsbereich („Pädagogisches Zentrum“) der Schule aufhalten. Neben diesem räumlich- kommunikativen Mittelpunkt der Schule steht für die Pausen und in möglichen Freistunden zusätzlich eine Cafeteria zur Verfügung.

Schülervertretung (SV)

Die gewählte Schülervertretung (SV) ist Mitwirkungsorgan innerhalb der Schulorganisation. Darüber hinaus fördert sie Kontakte zwischen den Schülerinnen und Schülern (Kennenlern-Feten, Sport-Arbeitsgemeinschaften usw.) und  ist unter anderem auch bei der Suche nach geeignetem Wohnraum behilflich.

Information / Beratung / Anmeldung


Haben Sie Interesse an der Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher?  Wünschen Sie ein persönliches Gespräch zur Beratung?

 

Ihre Ansprechpartnerin: Frau Silke Labe

Zur Vereinbarung eines Gesprächstermins können Sie im Sekretariat des Berufskollegs anrufen:

Tel: 02962 9810

oder eine e-mail schicken an.

info(at)berufskolleg-olsberg-vw.de



Bewerberinnen und Bewerber können sich ab 15. Januar bis zum 28. Februar 2011 für das neue Schuljahr nach den Sommerferien anmelden.

Weitere Informationen über das Anmeldeverfahren können unter

www.berufskolleg-olsberg.de

abgerufen werden.

 
Autor: Reimund Schleich
04.02.2012 22:52